Kennst du deine Schatten? Die „dunkle Seite“ in dir?

Zum heutigen Karfreitag möchte ich euch dazu anleiten, ein wenig eure „Schattenseiten“ anzuschauen.

Schatten schlummern tief in uns, sie kommen immer wieder mal an unsere Oberfläche, wo sie uns dann an unsere Grenzen bringen. Wir wollen diesen Schatten nie begegnen, wir verleugnen sie oft vor uns selbst, weil sie uns nicht gefallen. Denn Schatten können sehr selbstsüchtig, gefühllos, neidisch oder dominant sein. Wir Menschen wollen so aber nicht sein. Wir setzen oft Masken (momentan im wahrsten Sinne des Wortes!) auf, um diese „negativen“ Persönlichkeitsanteile vor uns und den anderen zu verstecken und so als rücksichtsvolle, mitfühlende Menschen wahrgenommen zu werden.

Doch in Krisenzeiten wie diesen schaffen es diese Schatten in uns immer wieder und immer leichter hochzukommen. Sie stellen uns vor große Herausforderungen – zusätzlich zu den Belastungen, die wir in der Krise ohnedies durchmachen müssen. Gleichzeitig ergibt sich so aber auch die Chance, sich seinen Ängsten und Blockaden zu stellen, diese zu heilen, weil wir sie deutlicher wahrnehmen. Wir müssen auch lernen, diese Schatten in/an uns bzw. die Schatten der Mitmenschen zu akzeptieren. Dadurch können wir neue Wege im Umgang miteinander finden und wieder zu mehr Frieden und Entspannung im gemeinsamen Leben schaffen.

Glaubenssätze

Freimachende Glaubenssätze, die bei meinen KlientInnen zu diesem Thema oft blockiert sind, sind z.B.

  • Ich nehme mich an, genauso wie ich bin
  • Ich finde mich gut, genauso wie ich bin
  • Ich bin ein liebenswerter Mensch
  • Ich habe ein Recht darauf, auf mich und meine Bedürfnisse zu achten
  • Auch wenn ich mir Zeit und Raum für mich nehme, bin ich eine gute Mutter

Übung zum Erleben und Akzeptieren der eigenen Schatten

Nimm dir 30 Minuten Zeit – JA, DU HAST DAS RECHT DAZU!!! :-). Lege zunächst eine Hand auf deinen Bauch und eine Hand auf dein Herz und atme ein paar Mal tief ein und aus. Dann versuche in dich hinein zu spüren – lass dir Zeit dabei. Welche Persönlichkeitsanteile/Gefühle bringt die momentane Krise bei dir hervor? Welche neuen Erfahrungen machst du mit dir und den anderen? Lass alle Gedanken und Gefühle zu – ohne sie zu werten. Nimm sie einfach wahr – Ja, so bist du! Du bist nicht immer nur „gut“. Achte nun besonders auf Körperteile in dir, die sich besonders bemerkbar machen – sich verkrampfen, kribbeln, zwicken… – und atme dort ganz bewusst hin, schicke einen schönen Lichtstrahl hin, massiere drüber… ganz egal! Mach das, was sich für dich gut anfühlt, damit du die blockierte Energie loslassen kannst und sich dieser Körperteil wieder etwas mehr entspannen kann.

Energiepunkt Niere 27

Wenn sich alle Anteile und Gefühle in dir beruhigt haben (Richtwert max. 3 auf einer Skala von 0 – 10. 0=du bist vollkommen entspannt 10=du bist sehr aufgewühlt, etwas fühlt sich seeeehr unangenehm an), atme noch ein paar mal tief ein und aus und klopfe dann ca. 2 cm links und rechts vom Brustbein während du 4x hörbar zu dir sagt: „Ich nehme mich an, genauso wie ich bin und ich mag mich, genauso wie ich bin.“ Und schließe die Übungen mit einem inneren Lächeln ab. 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch an diesem ganz besonderen Karfreitag, dass ihr euch selbst und euren Mitmenschen vergeben könnt und so wieder zu mehr inneren Ruhe und Freiheit kommt!

Alles Liebe,

Deniese (die selbst auch immer wieder noch auf ihre Schatten stößt)

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