„Schreibaby“ – was tun?

Schreibaby was tun?
Manche Babys schreien mehr, manche weniger. Bei rund 10 bis 20 % ist das Schreien sogar so dominierend dass sie als „Schreibabys“ bezeichnet werden. Eines haben jedoch fast alle Babys gemeinsam: Sie schreien am Abend deutlich mehr als untertags  – häufig sogar einige Stunden. Über die Ursache herrscht Uneinigkeit. Manche Ärzte gehen von Bauchschmerzen/Koliken aus und behandeln diese meist mit krampflösenden Mitteln. Neuere Untersuchungen sind allerdings zu dem Schluss gekommen, dass Bauchweh meist nicht der Grund sei.

Viel zu lernen – viele Eindrücke
Diese Experten erklären sich das Schreien dadurch, dass die Säuglinge viel zu lernen haben – etwa den neuen Rhythmus von Tag und Nacht (im Mutterleib ist es immer mehr oder weniger dunkel) oder den Rhythmus von Hunger und Sättigung (im Mutterleib hatte das Ungeborene eine Dauerversorgung) – und sie das oft überfordert. Weiters müssen die Kleinen die vielen Eindrücke vom Tag verarbeiten. Alles dreht sich in der Regel nur um sie. Jeder will sie tragen, ansprechen, streicheln. Das kann ihnen schnell zu viel werden – vor allem weil das Nervensystem noch unreif ist.

So wird verständlich, dass nach einem Tag voller Ereignisse am Abend das Fass regelrecht überläuft. Das Baby weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als zu schreien, um so den Stress abzubauen. Eltern versuchen dann ihr Baby in den Arm zu nehmen und zu trösten. Klappt das nicht auf Anhieb, ziehen sie alle Register – wickeln, streicheln, herum tragen, verschieden Tragepositionen probieren, Kuscheltier oder Schnuller anbieten, nochmal füttern … So stressen sie das Baby aber noch zusätzlich, worauf das Kind möglicherweise mit noch heftigeren Schreien reagiert. Ein Teufelskreis entsteht.

Stressmuster in der pränatalen Phase entwickelt
Weitere Experte sind der Meinung, dass der Fötus im Mutterleib auf Grund einer ständig angespannten, gestressten Mutter bereits ein gewisses Stressmuster entwickeln kann, dass sich nach der Geburt weiter fortsetzt. Mehr dazu

Was kannst du tun?

1. Eindrücke reduzieren
Solltest du gerade in der Situation sein, dass dein Baby häufig abends weint, überlege dir, ob du deinem Kind momentan zu viel zumutest? Seid ihr häufig unterwegs? Erlebt es jeden Tag zu viel Neues? Auch wenn du den Eindruck hast, dass das alles dein Baby nicht stört, weil es das gewöhnt ist oder weil es eh immer so brav schläft, wenn ihr unterwegs seid, solltest du vielleicht für ein paar Tage die Unternehmungen reduzieren und schaun, wie dein Baby darauf reagiert.

Noch ein kurzer Seitenblick zu Babys, die scheinbar seelenruhig schlafen, während es in ihrer Umgebung drunter und drüber geht (z.B. lauter Lärm durch viele Besucher): Diese Art von Schlaf ist meist ein Ausklinken aus der Situation. Das Baby ist so gestresst, dass es sich in den Schlaf flüchtet. Ob es ein derartiger Schlaf war, merkst du daran, dass das dein Kind sobald die Stressfaktoren verschwunden sind (z.B: die Besucher sind gegangen oder ihr seid wieder zu Hause) total unruhig ist und vermehrt weint.

2. Beistand und Ruhe
Schreit dein Kind am Abend auf Grund der vielen neuen Eindrücke am Tag oder wegen eines Entwicklungsschubes, dann braucht es deinen Beistand aber auch Ruhe – also z.B. stilles Herumtragen. Zwischendurch kannst du dein Kind auch mal 5 Minuten in sein Bettchen legen. Hier solltest du aber bei ihm bleiben, damit es sich nicht verlassen fühlt und aus diesem Grund erst recht wieder schreien muss. Halte behutsam die Stirn deines Babys – mehr braucht es nicht. Gib ihm die Zeit, die es braucht, um alles zu verarbeiten. Auch wenn das für dich vielleicht wie „Nichtstun“ aussieht und die ganze Situation für dich frustrierend ist. Dein Baby kann so am Besten zur Ruhe finden. Die Schreizeit wird dadurch mit Sicherheit verkürzt.

3. Selbst ruhig bleiben
Solange dein Baby deine Anspannung spürt, wird es kaum aufhören zu schreien. Daher achte darauf, dass du selbst ruhig bleibst. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Aber vielleicht schaffst du es, dich kurz aus der Situation rauszunehmen, einmal tief durchzuatmen, um dann wieder ruhiger an die Sache rangehen zu können. Vor und/oder nach dieser oft sehr nervenaufreibenden  Zeit rate ich dir, dich 2-3 „durchzuklopfen“ (siehe Mentalfeldtechnik).

4. Bachblüten
Bachblüten können sowohl dir als auch deinem Kind helfen, um in einem körperlich-seelischen Gleichgewicht zu bleiben. Vor allem die Notfallstropfen scheinen am besten geeignet für Schreistunden am Abend. Du kannst dir aber auch aus der Bachblütenliste selbst Blüten aussuchen, die deiner Meinung nach besser passen würden.

Sollte es dein Baby trotz Stressreduktion noch immer nicht schaffen zur Ruhe zu finden, solltest du einen Arzt aufsuchen! Ist ärztlich alles abgeklärt und dein Baby schreit weiterhin, liegt möglicherweise eine energetische Blockade vor, die in einer kinesiologischen Sitzung sanft gelöst werden kann.

Ich wünsche allen Eltern, die zur Zeit ein kleines schreiendes Würmchen zu Hause haben, viel Energie, Durchhaltevermögen und anschließend viele wunderschöne Momente mit dem kleinen Wunder im Arm!

Rechtlicher Hinweis: Eine energetische Behandlung ersetzt nicht die Untersuchung eines Arztes, Psycho- oder Physiotherapeuten, Psychologen, etc. Es ist eine energetische Methode, bei der das energetische System ausgeglichen und gestärkt wird.

 

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